2017 – Wohin mit dem Geld?

Ausgabe vom 16.12.2016

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Wissen vergrößern, Vertrauen schaffen

Jahre des Niedrigzinses lassen die Bundesbürger keinesfalls mehr konsumieren, wie es ökonomische Theorien nahelegen. Stattdessen legen sie Geld für schlechte Zeiten auf die hohe Kante. Gerade hat das Volumen der Bankeinlagen auf Spar, Giro- und Sparkonten einen neuen Rekordstand erreicht: 2,036 Billionen Euro deponierten die Bundesbürger bei Kreditinstituten. Null Prozent Zinsen haben praktisch keine Auswirkungen auf ihr Verhalten. In der Umfrage gaben laut Forsa im Auftrage der RaboDirect vier von fünf Bundesbürgern an, dass die Höhe der Zinsen keine Rolle spiele. Umgekehrt sagten fast zwei Drittel der Deutschen, sie sparten, weil es sie beruhige. „Die Deutschen lassen sich die Lust am Sparen nicht nehmen“, schlussfolgern die Verantwortlichen von RaboDirect. Die Lage dürfte jedoch komplexer sein. Weiß der Sparer genug über Alternativen zum Bankkonto und hat er genug Vertrauen in sein Institut?