Energie

Das Ende der Wende?

Ausgabe vom 07.02.2017

Handelsblatt

Die Energiewende ist in aller Munde. Vor allem aus der Politik ist die zunehmende Dringlichkeit der Thematik zu spüren, weltweit. In Deutschland ist das Ziel der Wende, bis zum Jahr 2050 die Energie hauptsächlich aus regenerativen Quellen wie Wind- und Wasserkraft, Sonnenenergie, Geothermie oder nachwachsenden Rohstoffen zu gewinnen.

Wohin führt die Wende?

Die Energiewende erregt die Gemüter in Deutschland. Viele Verbraucher assoziieren mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien vor allem steigende Strompreise. Und das nicht zu Unrecht. Denn allein die EEG-Umlage ist in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen: von 2,05 Cent je Kilowattstunde im Jahr 2010 auf nun 6,88 Cent. Doch es gibt auch eine Menge Menschen, die dem Ausbau der grünen Energieträger positiv gegenüber stehen. Sie haben vor allem den Umweltschutz im Blick – und damit auch das Wohl der Gemeinschaft. Die Verbesserung der Luftqualität dank sinkender Emissionen von Kohlendioxid und anderer schädlicher Gase, die Verlangsamung des Klimawandels und ein geringerer Verbrauch von nicht nachwachsenden Rohstoffen sind hehre Ziele, für die wir die Energiewende brauchen. Aber können wir sie uns auch leisten? Und haben wir den Kurs in Richtung Wende richtig gesetzt? Oder machen wir Fehler, für die wir am Ende teuer bezahlen müssen? In dieser Publikation wollen wir das Ziel der Energiewende und deren Umsetzung kritisch beleuchten.