Energie neu denken

Ausgabe vom 28.01.2019

Handelsblatt

Die Energiewende ist das größte nationale IT-Projekt aller Zeiten: Die digitale Transformation der Energiewirtschaft ist integraler Bestandteil der Energiewende. Immer mehr Energieversorger nutzen diesen Trend und bündeln ihre Ideen in Digitalisierungsstrategien.

Der Supersommer 2018 ließ die Solarpanele glühen. Um 16 Prozent schoss die Ausbeute des Sonnenstroms in den langen heißen Wochen nach oben; 45,8 Terawattstunden Energie lieferten die silbergrauen Platten im vergangenen Jahr – ein Plus von 6,32 Terawattstunden gegenüber 2017. Für die Energiewende ist das noch lange nicht genug. Denn bis Mitte des Jahrhunderts wollen wir in Deutschland komplett ohne Kohle, Öl und Gas auskommen – Strom soll es dann nur noch aus grünen Quellen geben. Mit diesem Vorhaben sind wir nicht allein: Auch andere Volkswirtschaften werden auf die fossilen, CO2-emittierenden Energieträger verzichten müssen.

Damit wir eines Tages nicht im Dunkeln stehen, müssen wir heute die Weichenstellung für eine Zukunft mit einer sauberen und sicheren Energieversorgung neu justieren. Im Dunkeln lässt uns derzeit aber die Politik: Wärme- und Verkehrswende, Kohleausstieg und Energieeffizienz schreiten nur langsam voran; Klimaziele werden auf breiter Linie verfehlt. Über die Diskussionen rund um die Energiewende und darüber, wie wir Energie neu denken können, lesen Sie in dieser Publikation.