Gute Luft

trotz kranker Lunge

Ausgabe vom 30.07.2022

Focus

Ist die Lunge nicht voll funktionstüchtig oder sogar krank, ist die Lebensqualität stark eingeschränkt. Wie machen sich die verschiedenen Krankheitsbilder der Lunge bemerkbar? Wie wird die Diagnose gestellt? Welche Behandlungsmethoden bietet die Medizin aktuell, und wer profitiert von welcher Therapie? Was kann jeder tun, um möglichst gar nicht erst zu erkranken?

Ein Luftsprung

Solidarität mit Menschen zeigen, die an Krankheiten wie schwerer Atemnot leiden, ist das Mindeste, was eine Zivilgesellschaft tun kann. Gleichgültig, ob angeboren, durch Lebenswandel, Krankheit oder Umweltfaktoren entstanden. Spätestens die Pandemie hat uns allen gezeigt, wie viel wir aktiv dazu beitragen können, Gesundheitsrisiken beherzt zu begegnen, wo immer es möglich ist. Unternehmen beweisen ihre Verantwortung, indem sie Homeoffices einrichten, Impfungen arrangieren oder Familien helfen, kritische Situationen zu überstehen. Zugegeben: Es gibt noch Luft nach oben. Eine eher ungewöhnliche Aktion sei stellvertretend an dieser Stelle genannt.

Nach Vorbild der English National Opera in London und dem National Health Service gingen Opernsängerinnen und Opernsänger der Hamburgischen Staatsoper mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) eine Kooperation ein und begannen mit Corona-Erkrankten ein intensives Atemtraining übers Internet. Dabei imitierten diese die Bewegungen der Opernsänger. Teilweise 20 Prozent Lungenleistung hätten sie dazugewonnen. Medizinisch sei das immens viel, gesellschaftlich betrachtet, ist es ein Luftsprung.