Home and Living

smart, effizient, nachhaltig

Ausgabe vom 04.04.2022

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Unsere liebsten Quadratmeter

Die Angabe des Platzes, der uns Deutschen – statistisch gesehen – durchschnittlich zum Wohnen zur Verfügung steht, liest sich nicht schlecht. Pro Kopf leben wir auf 46 Quadratmetern. Das wurde aktuell im Rahmen einer Studie des Immobiliendienstleisters Empirica Regio, der mit Zahlen des Jahres 2020 arbeitet, errechnet. Den Rekord halten die Einwohner von Beuren in der Eifel. Dort liegt der Wert bei 75,2 Quadratmetern pro Kopf. Der Studie zufolge steigt die Wohnfläche sogar. In Großstädten waren es von 2015 bis 2020 plus 1,5 Prozent, in ländlichen Regionen plus 3,7 Prozent. Ob der Trend angesichts steigender Mieten anhält, ist fraglich. Klar ist aber: Die Möglichkeiten, aus den persönlichen vier Wänden etwas zu machen und den individuellen Wohntraum zu realisieren, nehmen gerade in diesen Zeiten beträchtlich zu. Smart-Home-Anwendungen bieten enorme Chancen, komfortabler zu leben. Die Industrie bringt Möbel, Geräte und Wohnaccessoires auf den Markt, die neuen Bedürfnissen – zum Beispiel denen nach einer nachhaltigeren Lebensweise – entsprechen. Unsere liebsten Quadratmeter sind auf jeden Fall immer ein Thema, mit dem wir uns gern beschäftigen.

Die Garage der Zukunft

Wahrscheinlich wird es in den meisten Wohnungen einen sehr speziellen Platz für einen sehr speziellen Gegenstand geben. Das ist dann die Garage der Zukunft. Und darin ist die VR-Brille – das ist sozusagen das Auto der Zukunft. Mit Virtual Reality fahren wir zum Einkaufen, wir treffen Freunde, machen Ausflüge und reisen in ferne Länder. Umso wichtiger wird die Wohnung, denn vieles von dem, was wir bisher außerhalb gemacht haben, erledigen wir später dank VR innerhalb der eigenen vier Wände. Internetkonzerne wie Facebook investieren bereits kräftig in ihre virtuelle Welt, genannt Metaversum. Die VR-Brille wird wahrscheinlich mit anderen Smart-Home-Anwendungen vernetzt werden – so zum Beispiel mit der smarten Türklingel. Die holt uns dann zurück aus Andalusien, Madagaskar oder Tasmanien, wenn tatsächlich ein leibhaftiger Mensch den Weg zu uns gefunden haben sollte.