Industrie 4.0

Ausgabe vom 21.02.2017

Handelsblatt

Industrie 4.0 als Chance: Informationstechnik vernetzt Produktion und Industrie weltweit und über Unternehmensgrenzen hinweg in ungeahnter Dimension. Die klassische Wertschöpfungskette wird zum Wertschöpfungsnetz, und in einem Internet der Dinge und der Dienste können sich Fertigungsunternehmen völlig neu positionieren.

Kampf gegen Klischees

Wenn die gerade erstellte Fahrzeugtür eigenständig mit der Produktionsanlage kommuniziert und diese daraufhin schon einmal Material nachbestellt, dann sprechen wir von Industrie 4.0. Die industrielle Produktion wird mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt. 

Der Schritt ins Smart-Factory-Zeitalter muss den Wirtschaftsstandort Deutschland noch innovativer machen. Das ist notwendig, denn unser größtes Kapital ist der Know-how-Vorsprung auf den globalisierten Märkten. Der Weg in die smarte Produktion darf nicht misslingen: Rund 15 Millionen Arbeitsplätze hängen direkt und indirekt davon ab. 

Mit der Industrie 4.0 werden sich Wertschöpfungsprozesse verändern, es werden neue Geschäftsmodelle und neue Berufsbilder entstehen – unsere Arbeitswelt steht einmal mehr vor einem massiven Wandel. Parallel müssen wir die technischen Hürden überwinden: Die vernetzte, digitalisierte Industrie braucht einheitliche Normen und Standards. IT-Sicherheit und Datenschutz spielen eine zentrale Rolle.