Industrie 4.X

Ausgabe vom 20.11.2019

Handelsblatt

Die Marktentwicklung von Industrie 4.0 in Deutschland – ein Selbstläufer? PricewaterhouseCoopers prognostiziert für die nächsten fünf Jahre allein auf dem deutschen Markt Umsatzzuwächse in Höhe von rund 276 Milliarden Euro sowie Effizienzsteigerungen von etwa 186 Milliarden Euro.

Also allen Grund in Champagner-Laune zu verfallen? Ernüchternde Studien, wie jene von Valid Research von Ende 2017 (1200 Befragte) decken das Ausmaß bislang noch unerreichter Zielgruppen auf:  erst 5% der Industrieunternehmen verfügen über eine vollständig vernetzte, digitalisierte Produktion. 

Die Publikation „Industrie 4.X“ beschreibt praxisnah aus der Businessperspektive Zusammenhänge, zukunftsfähige Geschäftsmodelle sowie Trends. So werden Akteure befähigt, die richtigen Investitions-Entscheidungen zu treffen!

Digitalisierung wird die Welt nicht retten

Die weltweite Wirtschaft zittert vor einer Flaute und Experten sprechen gar von einer Rezession. Und viele schauen jetzt fordernd auf die IT-Industrie – mit der Hoffnung, dass die Digitalisierung das richtige Rezept für ein Erstarken von Industrie, Produktion und Dienstleistungen liefert.

Aber die Wirtschaft kann mit ihrer Transformation nicht Fehler einer aus dem Ruder gelaufenen Politik korrigieren, in der sich Nationen mit Handelsschranken abschotten und gegenseitig mit absurden Strafzöllen attackieren.

Die Krise hat mit Angebot und Nachfrage nach Produkten zu tun und der große Denkfehler ist, dass die Digitalisierung das Angebot regeln und auch die Nachfrage in einem Maße beflügeln wird, das sie die Wirtschaft retten könnte.

Aber Digitalisierung wird die Nachfrage nach deren eigenen Produkten verstärken und sich selbst beschleunigen.