IT-Sicherheit

Ausgabe vom 19.09.2017

Handelsblatt

Die Digitalisierung und Vernetzung von Wirtschaft und Gesellschaft eröffnet täglich neue Einfallstore für Cyberkriminalität und Wirtschaftsspionage. IT-gestützte öffentliche, industrielle und unternehmerische Infra­strukturen und Systeme waren deshalb noch nie so bedroht und schutzbedürftig wie heute!

Cyberkriminalität ernst nehmen

Vor 30 Jahren, im Jahr 1987, stellte ein deutsches Softwareunternehmen das weltweit erste Virenschutzprogramm vor. Zuvor waren auf Personal Computern erstmals Computerviren aufgetaucht, die sich damals – mangels Internet – hauptsächlich dadurch verbreiteten, dass Disketten von Nutzer zu Nutzer weitergegeben oder kopiert wurden.

Was für die damaligen Computernutzer eher ein exotisches Rand­thema war, hat heute höchst bedrohliche Ausmaße angenommen. Rund 400.000 neue Schadprogramme gehen täglich in Umlauf – pro Sekunde also etwa fünf. Zwar legt nicht jede Malware den Rechner oder gar ein ganzes Unternehmen still, aber Tatsache ist, dass Angriffe auf die IT-Sicherheit heute Milliardenschäden verursachen.

Weltweit aktive Cyberkriminelle bedrohen Privatanwender, den Mittelstand und nicht zuletzt auch die Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Kraftwerke oder Krankenhäuser. Die IT-Security als Randthema einschätzen sollten nur noch Anwender mit einem Smartphone oder PC ohne Internetverbindung. Diese Nutzergruppe ist vermutlich nicht sehr groß.