Ladies First!

Unsere Gesundheit

Ausgabe vom 09.12.2020

Freundin

Spagat auf Kosten der Gesundheit

Viele Frauen wissen, was sie wollen: Eine gute Balance zwischen Karriere und Familie. „Work Life Balance“ heißt das auf Neudeutsch. Das Resultat aller Bemühungen ist oft aber: Viel Work, viel Life, mehr Stress als Balance. In Corona-Zeiten – für viele verbunden mit der zwangsweisen Versetzung ins Homeoffice – ist der Druck oft noch größer geworden.

Die Rolle der Frau in der Gesellschaft ist heute wahrscheinlich vielschichtiger denn je. Dabei wächst die Gefahr, dass das tägliche Jonglieren mit hohen Erwartungen und der Spagat zwischen Beruf und Privatleben zulasten der Gesundheit geht. Mit dieser Publikation wollen wir Hilfestellungen geben, um typischen Erkrankungen vorzubeugen, und wir möchten daran erinnern, die Achtsamkeit für Körper, Seele und das eigene Wohlbefinden nicht zu kurz kommen zu lassen. Bleiben Sie gesund!

Reife Mütter

Der richtige Zeitpunkt zum Kinderkriegen setzt für Frauen offenbar immer später ein. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts waren Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes 2019 durchschnittlich 30,1 Jahre alt. Im Jahr 2009 betrug das Durchschnittsalter noch 28,8 Jahre. Die Anzahl der Kinder, die von Müttern über 40 auf die Welt gebracht wurden, hat sich sogar vervierfacht seit dem Jahr 1990. Die Online-Arztpraxis Zava hat in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Splendid Research in diesem Sommer Frauen im Alter von 18 bis 50 Jahren befragt, warum eine Schwangerschaft nach hinten verschoben oder aber ganz darauf verzichtet wird. Ganz oben auf der Liste der Argumente gegen ein Kind: Das liebe Geld. Immerhin 31 Prozent der befragten Frauen nannten die hohen Kosten oder die persönliche finanzielle Situation als Grund. Auf Platz zwei landeten „Das Bedürfnis, eigene Wünsche und Träume zu verwirklichen“ sowie „Kein Bedürfnis Kinder zu bekommen“ mit jeweils 28 Prozent. „Den Wunsch, zuerst Karriere zu machen“ nannten 24 Prozent.

Fazit: Kind und Selbstverwirklichung ist für viele Frauen offenbar noch nicht zu vereinbaren.