Leben mit HIV

Ausgabe vom 01.12.2021

Die Welt

Aids ein Ende setzen

Es waren vier Buchstaben, die in den 1980er-Jahren für Angst und Schrecken sorgten: Aids, ausgelöst durch eine Infektion mit HIV. Dahinter verbirgt sich das „Human Immunodeficiency Virus“, das bestimmte Zellen des menschlichen Immunsystems angreift und es somit schwächt. Aids, einst ein sicheres Todesurteil, wurde erstmals 1981 diagnostiziert. Seitdem hat sich HIV kontinuierlich über alle Landesgrenzen hinweg ausgebreitet und gilt als weltweite Pandemie. Das Gute: Heute lässt sich mit einer HIV-Therapie die Immunschwächekrankheit Aids verhindern. Auch die medikamentöse Vorsorge ist inzwischen möglich. Alles wichtige Meilensteine im Kampf gegen HIV, das bis heute nicht heilbar ist. Bis 2030 will die Weltgemeinschaft Aids ein Ende setzen: Keine neuen Infektionen, null Diskriminierung und keine Aids-bezogenen Todesfälle mehr – gibt es zum heutigen Welt-Aids-Tag Anlass zur Hoffnung?

Engagement trägt Früchte

Deutschland gehört dank des jahrelangen, erfolgreichen Engagements in Sachen Prävention und der guten Versorgung von HIV-positiven Menschen europaweit zu den Ländern mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten. Wer sich früh auf HIV testen lässt und eine Therapie erhält, kann sich vor gesundheitlichen Schäden wie Aids und anderen schweren Erkrankungen schützen. Betroffene können heutzutage ein fast normales Leben führen. Unter Therapie ist HIV auch nicht mehr übertragbar. Doch das ist längst nicht allen Menschen bewusst, mit der Folge, dass sie sich nicht testen lassen oder HIV-Positive diskriminieren. Das Ziel ist also noch lange nicht erreicht. Daher gilt es, die erfolgreichen Maßnahmen weiter zu verstärken und Ängste und Vorurteile gegenüber Menschen mit HIV abzubauen.