Natürlich gut!

Mit guten Gewissen genießen

Ausgabe vom 01.08.2020

Die WeLT

Der rational vorgehende Mensch (Homo oeconomicus) steht in der Lehre der Wirtschaftswissenschaften als Phantom repräsentativ für alle Nutzenmaximierer. Höchste Gewinnerzielung wird dabei ganz oben auf der Agenda notiert. Eine Zielkorrektur hin zu mehr Schutz von Mensch und Natur, die langfristig zu mehr Gewinn führt, als die Konzentration auf den eigenen Gewinn, dürfte vielen als notwendig und überfällig erscheinen. Unternehmen wie beispielsweise SAP (IT), EnBW (Energie) oder die Otto Group (Handel) sind zumindest schon auf dem Weg dorthin. Die Vorteile und Chancen von Diversität, Nachhaltigkeit und Empathie gegenüber Mitarbeitern, Kunden und Ressourcen entdecken, umschalten auf eine Ökonomie mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltnutzen statt auf Quartalsgewinnmaximierung, sind das Gebot der Stunde. Meistens erfolgt die Einsicht erst nach schweren Krisen – mögen die aktuellen Erfahrungen in der Pandemie für sich wirken.

Für einen lebens- und liebenswerten Planeten

Klimawandel, Artensterben und haushohe Müllberge – nicht erst seit der Corona-Pandemie steht das Thema Nachhaltigkeit im Fokus der Verbraucher. Zunehmend wägen Konsumenten bei ihren Kaufentscheidungen ökonomische, ökologische und soziale Gesichtspunkte gegeneinander ab, wollen genau wissen, wo Produkte herkommen und wie sie produziert wurden, greifen zu Bio und Fairtrade und hinterfragen dabei alle Stufen der Wertschöpfungskette eines Produktes. Und das ist auch gut so. Denn wenn wir den nächsten Generationen einen lebens- und liebenswerten Planeten hinterlassen wollen, müssen wir heute anfangen, nachhaltig Verantwortung für Morgen zu übernehmen – und zwar in allen Bereichen des Lebens. Wie das funktionieren kann, zeigen wir in dieser Ausgabe. Wir wünschen Ihnen nachhaltige Freude bei der Lektüre!