New School

Digital und wegweisend

Ausgabe vom 21.03.2022

Special Places

Der digitale Kraftakt

Die Pandemie hat auch im Bildungswesen eine neue Ära eingeleitet. Oder besser gesagt: Gerade in den Schulen hat sie für Bewegung gesorgt. Sie hat gezeigt, welche Chancen die Digitalisierung beim Lernen bietet und wie wichtig digitale Fähigkeiten und digitale Infrastrukturen sind. Für die kommenden Generationen werden Digital- und Medienkompetenz eine immense Bedeutung haben. Umso mehr steht nun ein Kraftakt bevor. Dazu gehören die Entwicklung und Umsetzung von pädagogischen Konzepten für die digitale Bildung sowie der Aufbau der nötigen IT-Infrastrukturen. Und natürlich muss investiert werden. Schulen, die junge Menschen auf das digitale Leben vorbereiten, gibt es nicht umsonst. Wenn wir unsere Kinder und Jugendlichen nicht den Umgang mit neuen Medien und digitalen Technologien lehren, verspielen wir als Gesellschaft große Chancen. Die Herausforderungen, die dabei aber vor uns liegen, sind komplex. In dieser Ausgabe wollen wir Ihnen zeigen, wie eine „New School“ aussehen kann und welche vielfältigen Aktivitäten es dafür schon gibt. Viel Spaß beim Lesen!

Top-Lehrer für Top-Schüler

Den Schulen droht ein riesengroßes Problem: Lehrermangel. Schulen brauchen aber unbedingt Lehrende, und wenn Schulen gut sein wollen, brauchen sie auch gute Lehrende. Der Stifterverband und die Unternehmensberatung McKinsey haben deshalb untersucht, welche Abiturientinnen und Abiturienten sich für den Lehrerberuf interessieren. Und dabei sind sie auf ein neues Problem gestoßen. Denn für den Beruf interessieren sich zunehmend die, die schlechte Zensuren haben. Betrug der Notendurchschnitt der Abiturienten, die Lehrende werden wollen, bei einer früheren Umfrage im Jahr 2014 noch 2,1 so liegt er mittlerweile nur noch bei 2,5 – bei tendenziell besser werdenden Noten. Unbefriedigend ist auch, dass die Interessenten wenig Neigung zu digitalen Themen zeigen. Nur jeder Achte von ihnen hat Spaß daran, sich mit Technologien zu beschäftigen, und nur jeder Vierte fühlt sich fit für digitales Arbeiten. Die besonders guten Schüler wollen stattdessen lieber in die Wirtschaft. Zwar macht ein guter Abi-Schnitt allein noch keinen guten Lehrer aus. Aber wenn wir Top-Schüler ausbilden wollen, brauchen wir tendenziell auch mehr Top-Lehrer. Die Autoren der Studie folgern daraus: Der Lehrerberuf muss attraktiver werden.