Richtig abgesichert

Mehr Durchblick im Finanz- und Versicherungsdschungel

Ausgabe vom 30.10.2020

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Sicherheit in unsicheren Zeiten

In Zeiten wie diesen werden uns Risiken mehr denn je bewusst. Denn vieles ist für uns neu, seitdem die Pandemie unseren Alltag auf den Kopf gestellt hat. Die Versicherungswirtschaft bekommt das auf breiter Front zu spüren. In einigen Bereichen des Firmenkundengeschäfts müssen die Assekuranzen sogar weniger für Sach- und Haftpflichtschäden zahlen, weil die Zahl der Unfälle gesunken ist. Doch überwiegend treibt das Virus die Kosten der Versicherungsgesellschaften kräftig empor. Die britische Versicherungsbörse Lloyd’s schätzt gar, dass Covid-19 die Branche 2020 global 110 Milliarden Dollar kosten wird. Das ist ein guter Grund für jeden von uns, darüber nachzudenken, welche Risiken wir in Kauf nehmen, wo wir uns absichern wollen und wie viel uns Sicherheit wert ist. Wir zeigen Ihnen in dieser Ausgabe, wie Sie Risiken begegnen können, wie Sie entspannt für das Alter vorsorgen und ob es sich lohnt, eine Immobilie zu kaufen. Viel Spaß beim Lesen!

Furcht vor Fake News größer als vor Virus

Eine aktuelle Studie von Yext, die Erfahrungen von Konsumenten in Deutschland, Frankreich und Großbritannien im Zusammenhang mit Fake News untersuchte, ergab, dass Fehlinformationen bereits ein reales Problem darstellten. 92 Prozent der Befragten in Deutschland fühlten sich falsch informiert. Die Covid-19-Pandemie habe dieses Gefühl nochmals verstärkt: 49 Prozent sorgen sich heute häufiger über Fehlinformationen als vor der Pandemie. Wie Konsumenten Marken und Organisationen laut Untersuchung wahrnehmen, ergab, dass in den letzten zwölf Monaten aufgrund von Fehlinformationen hierzulande insgesamt 3,1 Milliarden Euro „falsche“ Produkte und Dienstleistungen gekauft wurden. Nur 37 Prozent der Befragten vertrauten zwar Marken im Allgemeinen. 43 Prozent aber gaben an, dass im Detail Marken in allen Branchen ein Problem hätten, die richtigen Informationen online darzustellen. Dabei machten die meisten Konsumenten die Marke selbst (42 Prozent) und nicht die Suchmaschine (21 Prozent) oder den Webbrowser (sechs Prozent) dafür verantwortlich. Stephen King: Fiktion ist die Wahrheit der Lüge.