Schule der Zukunft

Durchstarten im digitalen Zeitalter

Ausgabe vom 22.03.2021

Special Places

Für die Schüler

Digital soll sie sein, interaktiv, Spaß machen und trotzdem gut auf das Leben vorbereiten – an die Schule von morgen werden vielfältige Ansprüche gestellt. Dabei werden noch nicht einmal die heute schon möglichen Technologien genutzt. Die vergangenen Lockdown-Monate haben eindrücklich gezeigt, wie weit Deutschlands Schulen hinsichtlich Digitalisierung und individueller flexibler Lernkonzepte zurückhängen. Die Leidtragenden sind die Schüler, die die digitalen Versäumnisse der vergangenen Jahre in der Pandemie am meisten zu spüren bekommen. Ein Zustand, der nun schnellstens abgestellt werden muss. Wie das funktionieren kann, was es braucht, um die Schulen technologisch endlich auf den neuesten Stand zu bringen und worauf Einrichtungen, Schulleiter und Lehrkräfte bei der Gestaltung ihres ganz eigenen digitalen Wandels achten müssen, zeigen wir Ihnen in dieser Ausgabe. Wir hoffen, Sie haben Spaß bei der Lektüre!

Der gute Weg

Mit einem Schuss Kreativität lassen sich leicht Ideen in Hülle und Fülle für eine digitale Zukunft generieren, in der vieles einfacher und besser gelingen kann – auch im Bereich Bildung und Erziehung. Ein Blick auf Länder, in denen die Digitalisierung schon weiter fortgeschritten ist, zeigt, was an Schulen und Universitäten schon praktiziert wird. So protokollieren die Computer der Studierenden an der Arizona State University zum Beispiel, welche Wissensfortschritte die jungen Menschen machen und ob sie zum Beispiel in der Bibliothek sitzen oder etwa durch übermäßigen Alkoholgenuss auf dem Campus auffällig werden. Nach Auswertung der Daten entscheidet die Software, welche Kurse die Studierenden im nächsten Semester belegen dürfen. In den Klassenzimmern der chinesischen Provinz Guangzhou beobachten Kameras die Gesichtsausdrücke der Kinder und analysieren dank künstlicher Intelligenz, ob sie interessiert oder gelangweilt sind, abschreiben oder vor sich hinträumen. Ist das Fortschritt oder zu viel Überwachung? Auch darüber müssen wir nachdenken, um einen guten Weg zu finden.