Verpackung

Circular Economy

Ausgabe vom 04.12.2020

Handelsblatt

Immer nachhaltiger

Unverpacktläden und Refill-Stationen, Mehrwegboxen und Zero-Waste-Systeme – immer neue Ideen wollen die Verpackungsflut eindämmen. Doch ganz ohne Verpackungen geht es nicht, schützen sie doch Waren und Lebensmittel vor Schmutz und Licht, vor Witterungseinflüssen und Beschädigung und dank der Information vor unsachgemäßem Gebrauch. Deshalb sollen unsere Verpackungen nun immer nachhaltiger werden. In Zukunft sind sie am besten aus wenigen und nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, vollständig biologisch abbaubar, wiederverwendbar oder zumindest komplett recycelbar. Wie das möglich wird, und wie Hersteller schon heute die Ökobilanz der Produkthüllen erhöhen, erfahren Sie in dieser Ausgabe. Folgen Sie uns auf eine Reise in die innovative Welt der Verpackung von morgen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Erfindergeist

Kann man Industrieabgase einfangen und sicher verpacken? Wohl eher nicht. Aber man kann Verpackungen daraus machen! Das ist jedenfalls den Firmen LanzaTech, Total und L'Oréal gelungen. Die drei Unternehmen haben im Oktober die erste Verpackung vorgestellt, die aus wiederaufgefangenen und recycelten Kohlenstoffemissionen besteht. Sollte das Verfahren eines Tages in breiter Masse Anwendung finden, wäre das ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft für CO2-Emissionen und Kunststoffe. Und vielleicht ebnet es gar den Weg für noch ganz andere Anwendungsmöglichkeiten von industriellen Kohlenstoffemissionen. Abgase könnten also zum neuen Superrohstoff für die Verpackungsindustrie werden. Und einmal mehr gäbe es ein Beispiel dafür, was sich mit Erfindergeist leisten lässt.